Die Geschichte der Seifenkisten

Seifenkisten kennt jedes Kind, das Wort allein lässt sofort an kleine, selbstgebaute Wagenkonstruktionen, die den Berg herunter rasen, denken. Aber seit wann gibt es Seifenkisten? Und wo kommt dieser kuriose Name her? Die Geschichte der Seifenkisten ist älter als ihr Name.
Seifenkisten wurden in Deutschland bereits gebaut, bevor der Name Seifenkiste überhaupt erfunden war. Inspiriert durch den Gordon-Bennet-Cup im Jahr 1904 und das Kaiserpreisrennen von 1907 fanden bereits damals große Rennen für selbstgebaute Kinderautomobile im Taunus statt. Mit Begeisterung bauten schon damals Väter mit ihren Söhnen die Rennautos der damals gefeierten Fahrer nach. Ein richtiger Sport entstand daraus damals aber noch nicht.
Der Name der Seifenkisten entstand 1933 in den USA, der Zeitungsfotograf Myron E. Scott fotografierte Kinder, die kleine Autos bastelten. Sie verwendeten dazu unter anderem alte Seifenverpackungskisten aus Holz. Scott nannte die kleinen Autos in seinen Reportagen „Soap Boxes“ und der Begriff war geboren.
Nach Deutschland kam die Begeisterung für Seifenkisten, die dann auch hier so bezeichnet wurden, erst nach dem zweiten Weltkrieg zurück. In den USA hatte sich eine eigene Seifenkistenkultur mit Rennen entwickelt. Auch hier wurde dann Seifenkistenrennsport betrieben, damals gesponsert zum Beispiel durch Opel oder den ADAC.